Weinanbau


Das Jahr beginnt im Weinbau traditionell mit dem Rebschnitt, der bis in den Februar hinein anhält.Diese wichtige Maßnahme dient der Erhaltung und Förderung ders Wachstums und Ergiebigkeit des Rebstocks über Jahrzehnte.
Dabei werden die einjährigen Triebe bis auf 1-2 Frucht-Ruten, deren Knospen im Folge-Jahr austreiben sollen, entfernt. Der Rebstock wird so je nach Sorte auf etwa 8-12 Knospen zurückgeschnitten. Werden zu viele Knospen belassen, verschlechtert sich die Qualität der Trauben. Somit ist der Rebschnitt ein wichtiger Faktor, ob Masse oder Qualität erzeugt wird. Die abgeschnitten Triebe werden zerkleinert und in den Boden eingearbeitet. Sie sorgen somit für eine natürliche Humusanreicherung.

Gibt der Rebe die Form: die Reberziehung

Im März und April, noch bevor junge Triebe und blätter austreiben, wird der Rebstock durch Biegen und Binden der Ruten in seiner Form stabilisiert. Die moderne Reberziehung sorgt für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Laubmasse und Traubenbehang, Qualität und Ertragsmenge, und ökonomischer Bewirtschaftung.
Die Form der Fruchtruten charakterisiert die verschiedenen Erziehungsarten. In den letzten Jahren haben sich die Silvo- und die Pendelbogen-Erziehung durchgesetzt. Sie haben zwar die gleichen Vor- und Nachteile wie der Halbbogen, bieten aber mehr Platz und erleichtern die Arbeiten im Weinberg.

Bodenbearbeitung als Grundlagenarbeit.

Um den Boden aufzulockern und die Wasseraufnahme zu erhöhen wird im März und April mit dem Pflug der Boden mechanisch bearbeitet. Ausserdem wird durch diese Maßnahme das Leben im Boden angeregt. Die Einsaat von Begrünung unterstützt die biologische Bodenaktivität zusätzlich. Außerdem verhindert sie das schnelle Austrocknen der Boden-Oberschicht. Die Grünmasse wird nach einiger Zeit gemäht und leicht in den Boden eingearbeitet. Sie verrottet und gibt weiter Nährstoffe frei. Andere Nährstoffe werden in organischer Form -etwa Stallmist, Stroh, Kompost - oder mineralischer Form -Magnesium, Kalk,Phosphat-in den Weinberg eingebracht.

Einsatz von Spritzmittel

Um die Trauben gesund zu halten, sind in der Vegetationsperiode ja nach Witterungsverlauf zwischen Mai und August 4-6 Spritzungen notwendig.. Bei der Insekten-Bekämpfung wird heute vielfach mit Lockstoffen gearbeitet, die in den Weinbergen ausgehängt werden.

Laubarbeiten

Die Monate Juni bis August werden der sogenannten Steuerung des Triebwachstums gewidmet. Um ein abgestimmtes Verhältnis zwischen Wachstum der Rebe und Entwicklung der Traube zu erziehlen, muss das Wachstum der Triebe eingeschränkt und geordnet werden. Dabei nutzt der Winzer die Faktoren
• Licht-Einfall
• Wasser
• Luftzirkulation

Bei optimalen Bedingungen kann somit eine Vorsorge vor Krankheiten und Schädlingen geleistet werden.
zu den wesentlichen Laubarbeiten zählen:

• das Ausbrechen: Entfernen der Wasserschosse
Heften: Einstecken und anbinden der jungen Triebe
Ausgeizen: Einkürzen der Nebentriebe
Gipfeln: Abschneiden der Triebspitzen
• Laubschnitt: Entfernen von Blättern um die Lichteinwirkung auf die Trauben und die Durchlüftung der Anlage zu verbessern.

Ausdünnen

Ein Teil der bereits entwickelten Trauben wird entfernt. Die ist eine Möglichkeit um auf die Ertragsqualität der Trauben Einfluß zu nehmen. Die Kraft des Rebstocks wird ausschließlich auf die noch verbleibenden Trauben gelenkt.

Weinlese

Als Weinlese bezeichnet man die eigentliche Traubenernte. Je nach Reifezustand und Witterung wird in den Weinbaugemeinden jährlich der Beginn und das Ende der allgemeinen Lese getrennt nach Rebsorten festgesetzt.